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Hotel Europa

Egal, wie oft sie mit den Fäusten gegen die Mauern schlagen, sinnbildlich den Berg bitten, sich zu öffnen - niemand erhört sie in ihrer Verzweiflung.
Die Kamera fährt den immer endloser wirkenden Beton hinauf. Dann wehen Fahnen des vereinten Europas durch das Bild. Im Hintergrund die kleinen, vergitterten Fenster des Hafthauses. Innen, an den kahlen Wänden zeugen Texte in verschiedenen Sprachen und Zeichnungen von einer ausweglosen Situation. Beklemmend wirkt diese Umgebung, die der iranische Regisseur Ruzbeh Sadeghi in seinem Film so eindringlich festhält.
Elke Wiegmann, NRZ

...und zog die Zuschauer knapp 90 Minuten lang in seinen Bann. Es geht um das Schicksal von Menschen unterschiedlichster Herkunft, die in Deutschland Schutz vor dem Terror in ihren Heimatländern gesucht hatten und nun in der Haftanstalt auf ihre Abschiebung warteten. Dabei nahmen die Schauspieler, in dieser fiktiven Führung durch die leeren Gefängnisräume, mal die Rolle der Gefangenenwärter mal die der Häftlinge ein. So ließen sie nicht nur die alltäglich Angst und Verzweiflung der Insassen, sondern auch die oft beklemmende Hilflosigkeit ihrer Bewacher deutlich werden.
Jutta Langhoff, Rheinische Post