Funktion eingeschränkt - Bitte aktivieren Sie Javascript!
Auf das Foto klicken um die Bildserie anzusehen.

Perikizi
Schlosstheater Moers 2010

Schnell, bunt und fantastisch erzählt Ulrich Greb in Moers von Perikizi, die in die Fremde geht.
Gudrun Norbisrath, WAZ

Doch da rückt der Familienclan auf dem knatternd motorisierten Dreirad-Transporter an: Die stattliche Frau Mama (Magdalene Artelt) erinnert die Tochter daran, dass sie ein auserwähltes Feenkind ist - und verflucht sie, während von der Ladefläche eine anatolische Minikapelle trötet. Bei aller Folklore, die mitschwingt: Zum ersten Mal scheint es, als ließe sich mit Hilfe des Mythos eine höchst aktuelle Geschichte erzählen.
Eva Behrendt, Theater Heute

Mit "Perikizi" folgt in Moers eine mitreißende, zirzensisch bunte Inszenierung. Das Schlosstheater präsentiert die überzeugendste Modernisierung des Homerschen Epos!
Bettina Jäger, Ruhr Nachrichten

Endlich stellt sich eine Aufführung dem Märchenhaften und Fantastischen des Epos. Ulrich Grebs Inszenierung führt in ein garstiges Wunderland mit energiegeladener türkischer Livemusik und grotesken Bildern. Das Schlosstheater Moers liefert die vitalste Aufführung der "Odyssee".
Stefan Keim, Die Deutsche Bühne und Deutschland Radio Kultur

Aus dem Rahmen fällt Moers, wo Emine Sevgi Özdamars türkisches Mädchen "Perikizi" sich seinen Weg nach Europa bahnt. Ulrich Greb hat es als gutgelauntes, geschichtenseliges Straßentheater inszeniert.
Peter Michalzik, Frankfurter Rundschau

Aber erst als am nächsten Tag Emine Sevgi Özdamar von der Reise des jungen türkischen Mädchens Perikizi nach Deutschland erzählt, ist endlich auch etwas von homerischem Aufbruch zu spüren.
Andreas Schäfer, Der Tagesspiegel

Greb schafft oft köstliche, nicht selten auch ergreifende Einzelbilder.
Günther Hennecke, Kölnische Rundschau

Nicht Odysseus, sondern das junge Mädchen Perikizi macht sich voller Träume und Hoffnungen von Istanbul nach Europa auf, geht die Fahrt in eine vermeintlich zivilisierte Welt an. Doch je weiter sie reist, um so näher kommt sie ihren Wurzeln. Emine Sevgi Özdamar geht das Thema der Migration faccettenreich an, spricht von deutsch-türkischer und türkisch-armenischer Geschichte, von Rassismus, aber auch dem Verharren in alten Tradtionen, von ätzenden Samaritern und vor allem vom Prozess der Selbstfindung. Perikizi begegnet den Wesen der Odyssee im Jetzt - und findet zu sich selbst. Ulrich Greb inszeniert dies tatsächlich als buntes Traumspiel und schickt seine Zuschauer wörtlich auf die Reise, macht sie selbst zu Vertriebenen und Suchenden. Er nutzt die ganze Fläche der Halle, um Welten zu erschaffen, die zwischen Performance, Straßentheater, Zirkus und Albtraum wandeln.
Nadine Albach, Der Westen